Archive for November, 2011

Neonazis prügeln auf Jugendlichen ein und zerstören Gedenkstein

Freitag, November 18th, 2011

Zum wiederholten Male griffen vermeintliche Neonazis einen alternativen Jugendlichen in Potsdam an. Am Sonntag, den 13.11.2011 gegen 4 Uhr morgens attackierten die drei Täter_innen in Babelsberg den Jugendlichen. Sie schlugen dabei der Person ins Gesicht, worauf diese fiel. Anschließend traten die Neonazis weiter auf den nun am Boden liegenden Jugendlichen ein. Der Betroffene wurde außerdem aus der Gruppe der Angreifenden beleidigt. Dabei fielen unter anderem die Worte „Hey du scheiß Zecke“.

Möglicherweise steht dieser Angriff in Zusammenhang mit der Schändung des Gedenksteins von Herbert Ritter. Herbert Ritter war ein jugendlicher Kommunist und gilt als das erste Todesopfer faschistischer Gewalt in Babelsberg. In Vorbereitung auf den 80. Todestag des Jungkommunisten restaurierten jugendliche Antifaschist_innen und Fußballfans den Gedenkstein.[1] Am Gedenktag selbst wurden mehrere Löcher in der Inschrift des Steines entdeckt. Diese wurden offenbar in der Nacht zum 12. November 2011 von Unbekannten zugefügt.[2]

Am nächsten Tag wurden erneute Beschädigungen festgestellt, die wahrscheinlich in der Nacht zum Sonntag zugefügt wurden. In der gleichen Nacht wurde der alternative Jugendliche angegriffen.

Somit sind Potsdamer Neonazis nicht nur im Stadtteil Waldstadt aktiv. Nach einer Kundgebung in Babelsberg [3] und einem Übergriff am Platz der Einheit [4] dehnen sie ihre Aktivitäten auf die gesamte Stadt aus und schaffen somit Angsträume für alternative Jugendliche und andere Menschen, die nicht in ihr faschistisches Weltbild passen.

[1]http://www.ultras-babelsberg.info/wordpress/?p=1352
[2]http://www.ultras-babelsberg.info/wordpress/?p=1398
[3]http://arpu.blogsport.eu/2011/07/31/vom-deutschlandfahnenschwinger-zum-redner-der-%e2%80%9efreie-krafte-potsdam%e2%80%9c/
[4]http://apap.blogsport.eu/2011/10/05/wieder-nazigewalt-in-potsdam-angriff-auf-alternativen-jugendlichen-in-der-innenstadt/

Informations- und Mobilisierungsveranstaltung 22.11.2011

Dienstag, November 15th, 2011

Aufruf zur antifaschistischen Demonstration am 10.12.2011 in Greifswald

Mobiveranstaltung | Di. 22.11.2011 | 20 Uhr

Seit geraumer Zeit haben sich neonazistische Strukturen in und um Greifswald gefestigt und noch stärker vernetzt.
Anfänglich beschränkten sich ihre Aktionen auf Verteilen von Flyern und Schmierereien an Hauswänden, doch schon nach kurzer Zeit wurde ihr Auftreten zunehmend gewaltbereiter. Körperliche Übergriffe auf nicht rechte Menschen stiegen massiv an. Traurige Höhepunkte dieser neuen Qualität der Gewalt bildeten die Brandanschläge auf zwei alternative Wohnprojekte und der bewaffnete Überfall auf einen Jugendlichen, der anschließend auf der Intensivstation behandelt werden musste. Greifswald hat ein verdammtes Naziproblem.

Greifwalder Antifaschist_innen haben keine Lust mehr tatenlos zuzusehen. Des Öfteren wurde es geschafft erfolgreich gegen Naziaktivitäten vorzugehen. Die Demonstration reiht sich in eine Vielzahl antifaschistischer Aktivitäten ein, unter anderem der blockierte Naziaufmarsch am 1. Mai und die erfolgreichen Störungen von NPD-Infoständen in der Stadt.

Genoss_innen aus Greifswald werden am 22.11.2011 im APAP über die Greifwalder NeoNazi-Szene informieren und letzte Infos für die Demonstration bekanntgeben. Es wird Essen und Getränke geben.

Greifswald Antifa-Demo | 10.12.11| 13 Uhr | Südbahnhof

defiant.antifa.de | Mobi-Video

blick.zurück – Der 30.10.2004 in Potsdam

Donnerstag, November 3rd, 2011

Barrikaden auf der Breiten StraßeAm 30. Oktober 2004 fand der letzte, große Neonaziaufmarsch in Potsdam statt- ein Grund für die Potsdamer Antifastrukturen im Herbst 2004 zu Gegenaktivitäten aufzurufen. Das „Linke Bündnis Potsdam“ und der „ak_antifa potsdam“ mobilisierten überregional, sodass am besagten Tag auch eine Menge Antifaschist_innen von Außerhalb anreisten. Auch bürgerliche Gruppierungen riefen zu Gegenaktivitäten auf, sodass insgesamt etwa 3500 Menschen gegen den Aufmarsch demonstrierten. [1]
Angemeldet wurde die Neonaziveranstaltung von dem Hamburger Neonazikader Christian Worch, welcher auch heute noch im Kameradschaftsspektrum aktiv ist. (mehr …)