Archive for the ‘Allgemein’ Category

Antifa United Soliparty – 25. Januar 2013 – Jetzt Erst Recht!

Donnerstag, Januar 3rd, 2013

25. Januar 2013 | 20 Uhr | Spartacus Potsdam

Antifa United Soliparty - Jetzt Erst Recht!

Antifa United! – das ist ein Zusammenschluss von antifaschistischen Gruppen und unabhängigen Antifaschist_innen, die in Potsdam nicht länger schweigend zusehen wollen, wenn Neonazis ihre Propaganda verbreiten und Menschen bedrohen, verfolgen und verprügeln.
Wir machen auf Neonaziaktivitäten aufmerksam, stellen uns gegen jede menschenverachtende Ideologie und treten für eine antifaschistische Gegenkultur ein. Diese soll potenziell Betroffenen Schutz bieten, eigene Positionen verbreiten und Menschen in ihrem Engagement gegen Nazis bestärken. Gerade dieses Jahr wurde mit dem versuchten Neonaziaufmarsch der NPD am 15.09.12 öffentlich gezeigt, dass neonazistisches Gedankengut auch in Potsdam und Brandenburg weiterhin vertreten ist. Aber auch darüber hinaus sind Neonazis in Potsdam vor allem in sogenannten freien Kameradschaften aktiv. Diesen gilt es sich entgegenzustellen.

Wir wollen nun zum zweiten Mal eine Veranstaltung der besonderen Art organisieren. Das Antifaschistische Pressearchiv Potsdam wird seine alljährliche Chronik neonazistischer Aktivitäten 2012 veröffentlichen. Wie auch im letzten Jahr soll die Chronik in Vortragsform im Spartacus Potsdam vorgestellt werden. Noch immer ist nur wenigen Menschen bewusst wie stark und aktiv rechte Gruppen in und um Potsdam sind, sodass die linke Gegenbewegung nach wie vor klein ist. Durch diese Veranstaltung soll auf Probleme aufmerksam gemacht werden, für die es eine linksradikale, solidarische Lösung braucht.

Um auch im nächsten Jahr weiter arbeiten zu können, erhoffen wir uns durch unsere Soliparty im Anschluss das nötige Kleingeld zusammen zu bekommen. Es erwartet euch wie auch im letzten Jahr eine noch coolere Kirmes mit ganz viel Spaß und tollen Preisen. Musikalisch unterhält euch eine Juke-Box mit euren Musikwünschen! Damit wir gut auf euch vorbereitet sind, gibt es ein Formular, in dem ihr eure Wünsche posten könnt.

20 Uhr – INFOVERANSTALTUNG zu Neonazis in Potsdam und Veröffentlichung der Chronik, danach SOLIPARTY mit DJ-Team „allein zu haus“, Jukebox-DJ-Team (wünsch-dir-was!) und Antifa-Kirmes und Tombola
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Wir freuen uns auf euch! Antifa_United

Veranstaltungsreihe zum 68. Jahrestag der Auschwitz-Befreiung

Sonntag, Dezember 30th, 2012

»Vergessen ist die Erlaubnis zur Wiederholung«
13. – 27. Januar 2013 | Potsdam

Ein Vorbereitungskreis aus dem Bündnis „Antifa United“ hat zum 68. Jahrestag der Auschwitz-Befreiung eine Veranstaltungsreihe organisiert.
Das Antifaschistische Pressearchiv Potsdam ist Teil des Vorbereitungskreises.

Am 27. Januar 2013 jährt sich der Jahrestag der Auschwitzbefreiung zum 68. Mal.

Zum 68. Mal werden von unterschiedlichen Vereinigungen Gedenkveranstaltungen durchgeführt. Das Gedenken an den Nationalsozialismus soll die Erinnerung an die Opfer wach halten und die Bezwinger ehren. Vor allem aber soll durch das Wachhalten der Erinnerung an die einmaligen Verbrechen der Deutschen eine Wiederholung verhindert werden, denn das Vergessen ist die Erlaubnis zur Wiederholung.

Während unserer Veranstaltungsreihe werden wir versuchen kritischen Fragen zur deutschen Erinnerungspolitik, mit ihren Denkmalseinweihungen, Ausstellungen und Gedenkfeiern, nachzugehen. Außerdem werden wir versuchen einen eigenen, emanzipatorischen Umgang mit dem Gedenken an die Auschwitz-Befreiung zu finden.

Mehr Informationen sind auf der Website der Veranstaltungsreihe unter auschwitz-befreiung-potsdam.tk zu finden.

 

Sommerpause bis Oktober 2012

Mittwoch, August 1st, 2012

Wir werden bis zum Oktober diesen Jahres eine kleine Pause einlegen.

Ihr könnt natürlich trotzdem Termine mit uns vereinbaren, wenn ihr Material oder Informationen aus dem APAP benötigt.
Meldet euch unter apap [at] activist [punkt] com.

[UPDATE] Infoveranstaltung gegen den Naziaufmarsch in Cottbus – 24. April 2012

Freitag, April 20th, 2012

Die Veranstaltung kann heute leider nicht stattfinden und wird an einem späteren Termin nachgeholt werden.

24. April 2012 | 19 Uhr | APAP

Plakat gegen den Naziaufmarsch am 12. Mai 2012 in Cottbus

Am 24. April wird im Antifaschistischen Pressearchiv Potsdam/Infoladen eine Infoveranstaltung zum geplanten Neonaziaufmarsch am 12. Mai 2012 in Cottbus stattfinden.
Der Versuch der Nazis durch platte Parolen und antieuropäische Propaganda die Grundlagen für eine wahlkapmpffähige Parteistruktur und -anhängerschaft zu legen soll auch in diesem Jahr nicht unbeantwortet bleiben. Das Bündnis „Cottbus Nazifrei“ plant wieder zahlreiche Aktionen um den Erfolg vom Februar noch ein draufzusetzen – keinen Meter den Nazis!

Die Info- und Mobilisierungsveranstaltung thematisiert den (Neo)-Naziaufmarsch am 12. Mai in Cottbus und die damit in Verbindung stehende rassistische Kampagne der NPD. Des Weiteren werden vergangene und bevorstehende Proteste gegen rechte Aufmärsche sowie Hintergrundinformationen zu rechten Strukturen in der Region präsentiert. Außerdem sollen gemeinsame Anreisemöglichkeiten zu Protesten nach Cottbus diskutiert werden.

Kommt zur Infoveranstaltung und fahrt nach Cottbus.

Der Aufruf ist hier zu finden.
Alle Infos sind unter http://www.antifa-cottbus.de/ zu finden.

Soliparty für das APAP – 2. März 2012

Dienstag, Februar 28th, 2012

Soliparty | 2. März 2012 | 23 Uhr | Spartacus
„Tanzen ist die wärmste Jacke“

Flyer für die Soliparty im Spartacus am 2. März 2012

Freund_innen aus Berlin und Potsdam organisieren am 2. März 2012 eine Soliparty für das Antifaschistische Pressearchiv Potsdam.

Im APAP platzen die Ordner aus allen Nähten- Zeit, dass wir räumlich größer werden! Für den Umbau brauchen wir eure finanzielle Unterstützung, und damit ihr auch was davon habt, versüßen wir euch den Abend mit feinstem Techno:
Basscadet (://about Blank)
Razemant (://about Türcrew)
Akustick (Spartacus Potsdam)
Roger Sterling (Spartacus Potsdam)

 

Davor legen wir euch die Infoveranstaltung im Haus der Jugend ans Herz.

Infoveranstaltung | 2. März 2012 | 18 Uhr | Haus der Jugend
Nazi 2.0 – Aufdecken, Abgrenzen, Aussteigen!

Info- und Diskussionsabend mit Undercover-Erfahrungsberichten und dem Mobilen Beratungsteam Brandenburg

[Update] Nazis in Potsdam: Ideologie und aktuelle Entwicklungen – 24. Februar

Donnerstag, Februar 16th, 2012

Neue Uhrzeit! Unsere Veranstaltung wird erst 19.30 Uhr beginnen, da um 18 Uhr eine Veranstaltung zur Nationalismuskritik im KUZE stattfinden wird. Viele der Besucher_innen dieser Veranstaltung würden jedoch auch gerne unsere Besuchen und baten uns später zu Beginnen. Diesem Wunsch sind wir gerne nachgekommen.

Alle Infos zur Veranstaltung im Kuze hier.

Infoabend | 24. Februar 2012 | 19.30 Uhr | Sputnik
Nazis in Potsdam: Ideologie und aktuelle Entwicklungen

Innerhalb kurzer Zeit sind in Potsdam schon wieder Neonazis mit Fackeln durch die Waldstadt gezogen.

Spreelichter, Volkstod-Kampagne, „Werde unsterblich“ heißen die Schlagworte unter denen ihre menschenverachtenden Kampagnen laufen. Neue Aktions- und Organisationsformen von Neonazis, die modern-subkulturellen Lebensstil und nationalsozialistische Ideologie miteinander verbinden geraten auch in Potsdam zusehend in das Blickfeld der Öffentlichkeit.

Doch wenn über diese neuartigen Erscheinungen der Neonaziszene diskutiert wird, wird der Schwerpunkt fast immer auf organisatorische Strukturen, auf individuelle Akteure, subkulturelle Codes, bevorzugte Klamottenmarken und Musik gelegt.

Wir wollen uns damit beschäftigen auf welcher Ideologie diese Aktivitäten basieren, wie hat sie sich entwickelt, wie steht sie im Verhältnis zum historischen Nationalsozialismus und zu anderen Formen des deutschen Neofaschismus?

Eine Veranstaltung des VVN-BdA Potsdam
Referent_innen: Antifaschistisches Pressearchiv  Potsdam

Chronik neonazistischer Aktivitäten erschienen – 2011/2

Samstag, Januar 7th, 2012

Die aktuelle Chronik neonazistischer Aktivitäten in Potsdam und Umgebung für den Zeitraum Juli bis Dezember 2011 kann hier eingesehen werden.

Chronik neonazistischer Aktivitäten in Potsdam und Umgebung für den Zeitraum Juli bis Dezember 2011

Samstag, Januar 7th, 2012

Die Chronik als PDF-Download

Chronik neonazistischer Aktivitäten in Potsdam und Umgebung für den Zeitraum Juli bis Dezember 2011

Nachdem Anfang Dezember zahlreiche Fotos von vermeintlichen Demonstrant_innen, eines Spaziergang gegen Rechts, auf der Internetseite der „Freie Kräfte Potsdam“ auftauchten, kommen bei einigen Antifaschist_innen Erinnerungen an das Jahr 2003 auf, in dem die „Anti-Antifa Potsdam“ mit einer sogenannten „Outing-Seite“ für Schlagzeilen sorgte. Dies zeigt einmal mehr, dass auch in der zweiten Jahreshälfte die Potsdamer Neonazis in der Landeshauptstadt nicht untätig gewesen sind. Die Quantität sowie die Qualität der Aktivitäten ist noch immer erschreckend.

Seit geraumer Zeit machen Antifaschist_innen darauf aufmerksam, dass in Potsdam vermehrt Bedrohungen, Einschüchterungen und gewalttätige Übergriffe durch Neonazis stattfinden.1 Diese Tendenzen und Angaben können auch für die zweite Jahreshälfte bestätigt werden. Gleich mehrere solcher Taten ereigneten sich in den vergangenen Monaten. Vor allem der Übergriff auf einen alternativen Jugendlichen in der Innenstadt, am Platz der Einheit, verdeutlicht einmal mehr, wie sicher sich Neonazis zurzeit in Potsdam fühlen und bewegen können, so dass es ihnen möglich ist skrupellos auf Jugendliche einzuschlagen.2
Im Stadtteil Babelsberg sind Potsdamer Neonazis ebenfalls aktiv. Vermutlich waren sie es, die im November 2011 den Gedenkstein für den ermordeten Kommunisten Herbert Ritter auf dem Babelsberger Friedhof beschädigten. Nur einen Tage später wurde ein alternativer Jugendlicher von Neonazis in Babelsberg attackiert. Er wurde beleidigt, geschlagen und – bereits am Boden liegend – getreten.3

«FKP» bleiben zentrale Akteure – NPD scheintot – «AJP» tot

Bei den organisierten Strukturen gibt es schon seit geraumer Zeit die Tendenz, dass sich die „Freie Kräfte Potsdam“ (FKP) als zentraler Akteur für den Raum Potsdam herausstellen. Diese sind in der zweiten Jahreshälfte vor allem durch ihre Internetseite virtuell präsent, auf welcher sie regelmäßig Aktionsberichte und neonazistische Hetzartikel veröffentlichen. Dazu kommen mehrfach Aktionen im Rahmen der „Volkstod“-Kampagne 4 oder zu Anlässen, wie dem Todestages des Naziverbrechers Rudolf Heß 5. Die „FKP“ betreiben ebenfalls „Anti-Antifa“ Arbeit und versuchen mit der Veröffentlichung von Fotos,Menschen die gegen Neonazis demonstrieren, einzuschüchtern. Damit wollen sie ihre Hegemonie im Stadtteil Waldstadt verdeutlichen und festigen .6

Sie sind es auch, die die „Werde Unsterblich“- Aktionen in Waldstadt und Babelsberg, sowie das Gedenken an den Nazi Herbert Schweiger im Potsdamer Park Sanssouci, organisierten und durchführten. Ebenso sind sie für den Fackelmarsch am 9. November verantwortlich, bei dem ca. 30 bis 50 Neonazis durch Waldstadt zogen. Dass so ein Aufmarsch in der Landeshauptstadt möglich wurde, ist die Folge einer zunehmenden Aktivität und Professionalisierung der neonazistischen Szene und im Besonderen der „FKP“. Weiterhin tragen ein mangelndes Problembewusstseins und fehlende Konsequenzen seitens der Stadt und der Zivilgesellschaft dazu bei. Aber auch die antifaschistische Szene Potsdams muss in diese Kritik einbezogen werden, ihr (Nicht-)Handeln reflektieren und nach neuen Konzepten suchen.

Neben den „FKP“ sind die weiteren Neonazistrukturen aktuell nicht präsent. Die „Alternative Jugend Potsdam“ (AJP) trat lediglich beim Gedenken für den Nazi Rudolf Heß durch Schablonensprühereien in Erscheinung. Die Ortsfraktion der NPD ist seit dem Austritt ihres Stadtverbandsvorsitzenden Marcel Guse inaktiv. Die darauf folgende Mandatsniederlegung im Stadtparlament, aufgrund seines Umzugs nach Wittbrietzen, kann nicht als Schwächung der Szene bewertet werden. Guses Funktion und Kontakte werden weiterhin für die Potsdamer Neonazis von Bedeutung sein. Veröffentlichte Daten, die von seinem Handy stammen, verdeutlichen seine tiefe Verankerung in die bundesweite Neonaziszene.

Demoteilnahme – lieber einzeln oder mit neuem Label, statt in alten Gruppen

Insgesamt kann keine konsequente Teilnahme einer Potsdamer Neonazigruppierung an Aufmärschen in diesem Jahr festgestellt werden. Es sind immer wieder Einzelpersonen, die gute Kontakte in bestimmte Städte und Regionen pflegen.
Am 15.07.2011 wird das Label „Sektion Potsdam“ erstmals als Signatur auf einem Transparent auf einer Neonazi-Demonstration in Berlin-Neukölln genutzt. Dieser Gruppenname wurde bereits 2009 auf neonazistischen Aufklebern verwendet, die in der Potsdamer Innenstadt zu finden waren. Abgebildet war ein Gewehr wie auch der Schriftzug „Antifa Hunter“.

Gerade nach den jüngsten Vorfällen ist von einer Schwächung der Neonazi-Szene nicht zu sprechen. Im Gegenteil, sie bedient sich immer dreisteren Methoden und Aktionsformen um ihre Vormachtstellung in bestimmten Stadtgebieten zu manifestieren.
Die Potsdamer Zivilgesellschaft, linke Gruppen und Antifaschist_innen sollten weiterhin und verstärkt dafür einstehen, dass Neonazis keine Möglichkeit einer Ausbreitung und gewaltvollen Durchsetzung ihrer menschenverachtenden Ideologie haben.

 

Juli

09.07.2011 – In der Nacht zum Samstag hetzen mutmaßlich Neonazis im Potsdamer Hauptbahnhof einen Hund auf einen antifaschistischen Jugendlichen (Quelle: ND)

09.07.2011 – Neonaziaufmarsch in Neuruppin. Auch einige Potsdamer Neonazis sind anwesend. (Quelle: APAP)

15.07.2011 – Die „FKP“ machen ihre zweite Aktion im Rahmen der „werde-unsterblich“ Kampagne in Potsdam. Dieses Mal tauchen sie auf dem Parkplatz des Toom-Baumarktes im Stadtteil Babelsberg auf. Dort rufen sie Parolen und schmeißen Papierschnipsel mit Werbung für die Kampagne umher. (Quelle: APAP, „FKP“)

15.07.2011 – Neonaziaufmarsch in Berlin Neukölln. Benjamin Oe. sowie weitere mutmaßliche Potsdamer Neonazis nehmen an der Veranstaltung teil. Dabei führen sie ein Transparent mit der Aufschrift „Aufmucken gegen Links – antifaschistische Strukturen aufdecken & zerstören – Sektion Potsdam“ mit sich. (Quelle: APAP)

16./17.07.2011 – Zwei Örtlichkeiten der Partei „Die Linke“ werden von mutmaßlichen Neonazis beschmiert. An das Bürgerbüro des Landtagsabgeordneten Hans-Jürgen Scharfenberg in der Galileistraße Am Stern schreiben die Täter_innen den Slogan „Volksverräter“. An die Landesparteizentrale in der Alleestraße werden die Schriftzüge „Nationaler Widerstand Berlin“ und „Rudolf Heß“ angebracht. (Quelle: PNN)

19.07.2011 – In Fahrland wird ein alternativer Jugendlicher von zwei mutmaßlichen Neonazis als „scheiß Zecke“ beschimpft, anschließend wird der Betroffene mehrfach geschubst und daraufhin bedroht, dass er „auf’s Maul“ kriege. (Quelle: APAP)

Mitte Juli suchen Neonazis der „FKP“ das neu eröffnete Gelände des „freiLand“ auf. Einge Tage später veröffentlichen diese darüber einen propagandistischen Bericht mit Fotos auf ihrer Homepage. (Quelle: „FKP“)

23.07.2011 – In Fahrland wird ein alternativer Jugendlicher von drei vermutlichen Neonazi angepöbelt, dass er „lieber aufpassen“ solle bzw. er sich „mit den Falschen angelegt“ habe. (Quelle: APAP)

29./30.07.2011 – Die Potsdamer Neonaziband „Preussenstolz“ spielt auf einem „Zeltwochenende“ der Naziszene in „Südwestdeutschland“.
Desweiteren treten auf: „Torstein“, „MG42″, „12 Golden Years“, „Projekt W“, „Ragnar“ und „Selektion“. (Quelle: Oire Szene)

August

06.08.2011 – Am Abend kommt es gegen 23:30 Uhr in der Potsdamer Innenstadt, genauer am Platz der Einheit, zu einem Naziangriff auf einen alternativen Jugendlichen. Dabei wird der Betroffene, von einer ca. 8 bis 10-köpfigen Gruppe von Neonazis, von seinem Fahrrad gerissen und am Boden liegend mehrfach in den Bauch getreten. (Quelle: APAP)

13.08.2011 – Zwei Neonazis fotografieren die Teilnehmer_innen einer Streetparade im Rahmen des „Schöner Leben!“-Festivals. (Quelle: APAP, Organisator_innen des Festivals)

13.08/14.08.2011 – Das Straßenschild der Brandenburger Straße wird mit einem Aufkleber überklebt und damit in „Rudolf-Hess-Straße“ symbolisch umbenannt. (Quelle: PNN)

16.08.2011 – In Waldstadt sowie im Ortsteil Fahrland tauchen zahlreiche Sprühschablonen und Parolen bezüglich des Todestag des Naziverbrechers Rudolf Heß auf. (Quelle: APAP)

17.08.2011 – Am Morgen wird im Bus 609 von Fahrland in die Innenstadt ein alternativer Jugendlicher von ca. fünf mutmaßlichen Neonazis mit der Aussage, dass er sich „mal langsam zusammenreißen“ solle, bedroht. Darüber hinaus wird er mehrfach als „scheiß Zecke“ beschimpft. (Quelle: APAP)

17.08.2011 – Neonazis stellen Kerzen und ein Bild des Naziverbrechers Rudolf Heß am Zaun eines Potsdamer Friedhofs auf. (Quelle: APAP)

29.08.2011 – In Fahrland wird ein alternativer Jugendlicher, der auf dem Heimweg einen Neonaziaufkleber entfernte, unter „Verpiss dich“-Rufen von mehreren vermutlichen Neonazis mit Steinen beworfen. (Quelle: APAP)

September

14.09.2011 – Die Initiative „Brandenburg (Havel) nazifrei!“ teilt mit, dass der Geograph Moritz van der Meulen zur Zeit an der Universität Potsdam den Masterstudiengang „Geoinformation und Visualisierung“ studiert. Van der Meulen gilt als „Ortsgruppenleiter“ der NPD Brandenburg/Havel. (Quelle: Brandenburg (Havel) nazifrei!)

Oktober

03.10.2011 – Der Ruf „Deutschland den Deutschen, Ausländer raus.“ wird zum Ausgangspunkt eines Ermittlungsverfahren wegen Volksverhetzung gegen einen Mann, der am Abend einen Notruf tätigte. Dieser will beobachtet haben, wie ein „Bekannter“ von ihm als „Scheiß Nazi“ bezeichnet und geschlagen wurde. (Quelle: PNN)

Mitte Oktober posieren die „FKP“ mit einem Transparent und Fackeln vor dem Schloss Sanssouci in Potsdam. Anlass ist der Tod von Herbert Schweiger, eines bedeutenden neonazistischen Publizisten und ehemaligen Waffen-SS Mitglied. Unter den Neonazis befinden sich die bekannten Potsdamer Neonazis Mirko K., Thomas P., Dennis H. und Carsten S. (Quelle: „FKP“)

November

05.11.2011 – Neonazikonzert in Sachsen mit „Preussenstolz“, „Plan B“, „Blutzeugen“, „Asatru“ und „Exzess“. Es sollen laut einschlägiger
Neonaziforen 250-300 Neonazis vor Ort gewesen sein. (Quelle: Oire Szene)

09.11.2011 – Die „FKP“ veranstalten am späten Abend in Waldstadt einen Fackelmarsch. Daran beteiligen sich ca. 30 bis 50 Neonazis, welche neben den Fackeln auch weiße Masken tragen. Ihren eigene Angaben zufolge wurde dafür der Polizeifunk abgehört um einen möglichen Polizeieinsatz einschätzen zu können. (Quelle: APAP, PNN)

11.11./12.11.2011 – Der Gedenkstein für den Kommunisten Herbert Ritter auf dem Friedhof Babelsberg wird beschädigt. Unbekannte schlagen mehrere Löcher in die Inschrift des Steines. (Quelle: Ultras Babelsberg, APAP)

13.11.2011 – Drei Neonazis greifen mit den Worten „Hey du scheiß Zecke,“ in Babelsberg in der Nähe des „Findling“, einen alternativen Jugendlichen an, schlagen und treten ihn. (Quelle: APAP)

22.11.2011 – Die „PNN“ berichtet, dass Marcel Guse (zuletzt parteilos, davor NPD) sein Mandat für das Potsdamer Stadtparlament niedergelegt hat. (Quelle: PNN)

22.11.2011 – In Fahrland wird gegen Abend eine Gruppe Jugendlicher von einem offensichtlich betrunkenen erwachsenen Mann zuerst angepöbelt und anschließend, unter der Androhung von Schlägen, gegen den Willen der Betroffenen durchsucht. Dazu drückt der Täter einen der Jugendlichen gegen einen Zaun und greift in mehrere Jackentaschen. Dabei entdeckt er einige Antifaaufkleber, welche er dem Jugendlichen wegnimmt. (Quelle: APAP)

28.11./29.11.2011 – Das Verbandsauto von Linksjugend [’solid] wird beschädigt. Unbekannte zerstören Scheiben und Karosserieteile des Autos mit Stahlkugeln.(Quelle: Linksjugend [’solid])

29.11/30.11.2011 – In Babelsberg tauchen in der Uhlandstraße und der Fontanestraße mindestens 50 Neonaziaufkleber auf. Motive sind unter anderem die „Volkstod“-Kampagne der „FKP“ wie auch „summer of hate“ der „Anti-Antifa Potsdam“. (Quelle: APAP)

Dezember

03.12.2011 – Mindestens ein Potsdamer Neonazi beobachtet eine Demonstration des Bündnisses „Potsdam bekennt Farbe“ in Waldstadt. Er fertigt Fotografien von den Versammlungsteilnehmer_innen an. (Quelle: APAP, Antifa Westhavelland, PNN)

05.12.2011 – Auf der Website der „FKP“ werden Fotos von vermeintlichen Teilnehmenden des Stadtteilspaziergangs in Waldstadt veröffentlicht. Verantwortlich dafür soll der Potsdamer Neonazi Gabor G. sein. (Quelle: „FKP“, ARPU)

1
http://aalp.blogsport.de/2011/06/26/weiterhin-nazigewalt-in-potsdam/
http://apap.blogsport.eu/2011/04/16/6_uebergriffe_in_kurzer_zeit/
http://apap.blogsport.eu/2011/07/01/chronik-neonazistischer-aktivitaten-in-potsdam-und-umgebung-fur-den-zeitraum-januar-bis-juni-2011/
2http://apap.blogsport.eu/2011/10/05/wieder-nazigewalt-in-potsdam-angriff-auf-alternativen-jugendlichen-in-der-innenstadt/
3http://apap.blogsport.eu/2011/11/18/neonazis-prugeln-auf-jugendlichen-ein-und-zerstoren-gedenkstein/
4http://arpu.blogsport.eu/2011/04/19/die-demokraten-bringen-uns-den-volkstod/
5http://apap.blogsport.eu/2011/08/22/%C2%ABhesliches-potsdam%C2%BB-neonazipropaganda-zum-todestag-von-rudolf-hes/
6http://arpu.blogsport.eu/2011/12/07/potsdamer-neonazis-veroffentlichen-wieder-fotos-von-vermeintlichen-antifaschist_innen/

 

Infoveranstaltung gegen den Naziaufmarsch in Magdeburg – 3. Januar 2012

Mittwoch, Dezember 28th, 2011

3. Januar 2012 | 19 Uhr | APAP

Infoveranstaltung gegen den Naziaufmarsch in Magdeburg am 14. Januar 2012

Für den 14. Januar 2012 rufen Nazis der sogenannten „Initiative gegen das Vergessen“, wie schon in den Vorjahren, unter dem Motto „Ehrenhaftes Gedenken statt Anpassung an den Zeitgeist!“ erneut auf, nach Magdeburg zu kommen. Diese Demonstration ist die erste Gelegenheit im neuen Jahr für Nazis aus dem ganzen Bundesgebiet, sich zu treffen und ihre Ideologie zu propagieren. So kamen am 15. Januar 2011 über 1000 Nazis in die Landeshauptstadt von Sachsen-Anhalt, um an dem Aufmarsch teilzunehmen.


Mobivideo für den 14. Januar in Magdeburg

Thematisch wird dabei versucht, die Bombardierung deutscher Städte im Zweiten Weltkrieg aufzugreifen und durch revisionistische Aussagen den aktuellen Geschichtsdiskurs weiter nach rechts zu lenken, um so aktiv Geschichtsrevisionismus zu betreiben. Dem gilt es endlich zu verhindern!

Aus diesem Grund findet in Potsdam eine Infoveranstaltung mit Referent_innen aus Sachsen-Anhalt statt. Diese werden über die Gegenaktivitäten und die Anreise informieren.

Antifa United Soliparty – 7. Januar 2012

Donnerstag, Dezember 22nd, 2011

7. Januar 2012 | 20 Uhr | Spartacus Potsdam

Antifa United Soliparty

Antifa United! – das ist ein Zusammenschluss von antifaschistischen Gruppen und unabhängigen Antifaschist_innen, die in Potsdam nicht länger schweigend zusehen wollen, wenn Neonazis ihre Propaganda verbreiten und Menschen bedrohen, verfolgen und verprügeln. Wir machen auf Neonaziaktivitäten aufmerksam, stellen uns gegen jede menschenverachtende Ideologie und treten für eine antifaschistische Gegenkultur ein. Diese bietet potenziell Betroffenen Schutz, besetzt eigene Positionen und bestärkt Menschen in ihrem Engagement gegen Nazis.
Um diese Gegenkultur richtig zu zelebrieren, veranstalten wir keine schnöde Solisause für das durchaus benötigte Kleingeld, sondern die große „Antifa-Kirmes“, welche für das action-orientierte Herz viel Spiel, Spaß, Spannung und ein paar Preise verspricht.

Um 20 Uhr wollen wir in den Abend starten mit dem Vorstellen der Chronik neonazistischer Aktivitäten 2011. Potsdams Neonaziszene hat sich weiterentwickelt und gefestigt. Das zeigt die in bestimmten Stadtteilen stark vermehrte Naziaktivität in diesem Jahr. Von der Stadt wurde dies lange Zeit ingnoriert, trotz Warnung von Antifagruppen, und das obwohl es Parallelen zum „summer of hate“ 2005 gibt. Andere Neonazigruppen sind dagegen nicht mehr wahrnehmbar. Wir wollen versuchen Licht ins Dunkel zubringen. In welchen Gruppen sind sie aktiv? Wieviele Personen können diesen Gruppen zugeordnet werden? Es gibt viele Fragen und wir wollen versuchen möglichst viele zu beantworten.

Ab 20 Uhr Infoveranstaltung zu Neonazis in Potsdam und Chronik-Release
Danach Konzert mit Rampue (live house)
Party mit Usche Kuszlovski (Trash) und
„Wünsch-dir-Was“ mit dem Jukebox DJ-Team (your all time favorites)

Außerdem: große Antifa-Kirmes mit Spiel, Spaß und Spannung!

Präsentiert von: ak_antifa & APAP