Archive for the ‘Allgemein’ Category

blick.zurück – Demo gegen den Naziladen „Union Jack“ am 15. Dezember 2001 in Babelsberg

Donnerstag, Dezember 15th, 2011

Demonstration gegen den Naziladen "Union Jack" am 15. Dezember 2001

Am 15. Dezember 2001 zogen rund 150 Demonstrant_innen die Karl-Liebknecht-Straße entlang, in der sich der Neonaziladen „Union Jack“ befand. Unter dem Motto „Smash the Union Jack – Rassistische und neofaschistische Strukturen aufdecken und angreifen!“ veranstalteten die AAPO (Antifaschistische Aktion Potsdam) und die AJAP (Antifa Jugend Aktion Potsdam) eine Demo um auf das Geschäft und Potsdamer Nazistrukturen aufmerksam zumachen. Unterstützt von weiteren Berliner und Brandenburger Gruppen wurde in Pressemitteilungen, Flyern und Informationsveranstaltungen über die Hintergründe des „Union Jack“ informiert und aufgeklärt.

Betreiber des Geschäfts war Danny Prange, der der militanten Neonaziszene zuzurechnen ist. Er war tätig in der neonazistischen Organisation „Nationalistische Front“ (NF) und fungierte in deren Nachfolgeorganisation „Direkte Aktion Mitteldeutschland/JF“ als Stützpunktleiter für den Bereich Beelitz/Michendorf.
Dabei hatte er nicht nur „politisches Engagement“ im Sinn sondern beteiligte sich auch selbst an militanten Aktionen gegen seine politischen Gegner_innen.

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Neonazis prügeln auf Jugendlichen ein und zerstören Gedenkstein

Freitag, November 18th, 2011

Zum wiederholten Male griffen vermeintliche Neonazis einen alternativen Jugendlichen in Potsdam an. Am Sonntag, den 13.11.2011 gegen 4 Uhr morgens attackierten die drei Täter_innen in Babelsberg den Jugendlichen. Sie schlugen dabei der Person ins Gesicht, worauf diese fiel. Anschließend traten die Neonazis weiter auf den nun am Boden liegenden Jugendlichen ein. Der Betroffene wurde außerdem aus der Gruppe der Angreifenden beleidigt. Dabei fielen unter anderem die Worte „Hey du scheiß Zecke“.

Möglicherweise steht dieser Angriff in Zusammenhang mit der Schändung des Gedenksteins von Herbert Ritter. Herbert Ritter war ein jugendlicher Kommunist und gilt als das erste Todesopfer faschistischer Gewalt in Babelsberg. In Vorbereitung auf den 80. Todestag des Jungkommunisten restaurierten jugendliche Antifaschist_innen und Fußballfans den Gedenkstein.[1] Am Gedenktag selbst wurden mehrere Löcher in der Inschrift des Steines entdeckt. Diese wurden offenbar in der Nacht zum 12. November 2011 von Unbekannten zugefügt.[2]

Am nächsten Tag wurden erneute Beschädigungen festgestellt, die wahrscheinlich in der Nacht zum Sonntag zugefügt wurden. In der gleichen Nacht wurde der alternative Jugendliche angegriffen.

Somit sind Potsdamer Neonazis nicht nur im Stadtteil Waldstadt aktiv. Nach einer Kundgebung in Babelsberg [3] und einem Übergriff am Platz der Einheit [4] dehnen sie ihre Aktivitäten auf die gesamte Stadt aus und schaffen somit Angsträume für alternative Jugendliche und andere Menschen, die nicht in ihr faschistisches Weltbild passen.

[1]http://www.ultras-babelsberg.info/wordpress/?p=1352
[2]http://www.ultras-babelsberg.info/wordpress/?p=1398
[3]http://arpu.blogsport.eu/2011/07/31/vom-deutschlandfahnenschwinger-zum-redner-der-%e2%80%9efreie-krafte-potsdam%e2%80%9c/
[4]http://apap.blogsport.eu/2011/10/05/wieder-nazigewalt-in-potsdam-angriff-auf-alternativen-jugendlichen-in-der-innenstadt/

Informations- und Mobilisierungsveranstaltung 22.11.2011

Dienstag, November 15th, 2011

Aufruf zur antifaschistischen Demonstration am 10.12.2011 in Greifswald

Mobiveranstaltung | Di. 22.11.2011 | 20 Uhr

Seit geraumer Zeit haben sich neonazistische Strukturen in und um Greifswald gefestigt und noch stärker vernetzt.
Anfänglich beschränkten sich ihre Aktionen auf Verteilen von Flyern und Schmierereien an Hauswänden, doch schon nach kurzer Zeit wurde ihr Auftreten zunehmend gewaltbereiter. Körperliche Übergriffe auf nicht rechte Menschen stiegen massiv an. Traurige Höhepunkte dieser neuen Qualität der Gewalt bildeten die Brandanschläge auf zwei alternative Wohnprojekte und der bewaffnete Überfall auf einen Jugendlichen, der anschließend auf der Intensivstation behandelt werden musste. Greifswald hat ein verdammtes Naziproblem.

Greifwalder Antifaschist_innen haben keine Lust mehr tatenlos zuzusehen. Des Öfteren wurde es geschafft erfolgreich gegen Naziaktivitäten vorzugehen. Die Demonstration reiht sich in eine Vielzahl antifaschistischer Aktivitäten ein, unter anderem der blockierte Naziaufmarsch am 1. Mai und die erfolgreichen Störungen von NPD-Infoständen in der Stadt.

Genoss_innen aus Greifswald werden am 22.11.2011 im APAP über die Greifwalder NeoNazi-Szene informieren und letzte Infos für die Demonstration bekanntgeben. Es wird Essen und Getränke geben.

Greifswald Antifa-Demo | 10.12.11| 13 Uhr | Südbahnhof

defiant.antifa.de | Mobi-Video

blick.zurück – Der 30.10.2004 in Potsdam

Donnerstag, November 3rd, 2011

Barrikaden auf der Breiten StraßeAm 30. Oktober 2004 fand der letzte, große Neonaziaufmarsch in Potsdam statt- ein Grund für die Potsdamer Antifastrukturen im Herbst 2004 zu Gegenaktivitäten aufzurufen. Das „Linke Bündnis Potsdam“ und der „ak_antifa potsdam“ mobilisierten überregional, sodass am besagten Tag auch eine Menge Antifaschist_innen von Außerhalb anreisten. Auch bürgerliche Gruppierungen riefen zu Gegenaktivitäten auf, sodass insgesamt etwa 3500 Menschen gegen den Aufmarsch demonstrierten. [1]
Angemeldet wurde die Neonaziveranstaltung von dem Hamburger Neonazikader Christian Worch, welcher auch heute noch im Kameradschaftsspektrum aktiv ist. (mehr …)

Öffnungszeitenänderung am 18. Oktober 2011

Montag, Oktober 17th, 2011

Am 18. Oktober muss das APAP leider geschlossen bleiben. Die Woche danach sind wir wieder wie gewohnt für euch da.

Wieder Nazigewalt in Potsdam – Angriff auf alternativen Jugendlichen in der Innenstadt

Mittwoch, Oktober 5th, 2011

Am Samstag Abend des 06.08.2011 kam es gegen 23:30 Uhr in der Potsdamer Innenstadt, am Platz der Einheit, zu einem NeoNaziangriff auf einen alternativen Jugendlichen.

Dabei wurde der Betroffene, von einer ca. 8 bis 10-köpfigen Gruppe von Neonazis, von seinem Fahrrad gerissen und am Boden liegend mehrfach in den Bauch getreten. Glücklicherweise konnte der Betroffene schnell wieder aufstehen und mit seinem Fahrrad fliehen, sodass es zu keinen schlimmeren Verletzungen kam.
Dennoch zeigt dieser Übergriff sowohl die Kontinuität neonazistischer Gewalt in Potsdam als auch das Selbstbewusstsein örtlicher Neonazis in der Potsdamer Innenstadt Menschen gewalttätig anzugreifen. Dieser Naziangriff zeigt damit erneut, dass Potsdams Neonaziproblem keines ist, was ausschließlich den Stadtteil Waldstadt oder andere Plattenbaugebiete Potsdams betrifft.
Zuletzt kam es in Waldstadt immer wieder zu Propagandaaktionen und Gewalttaten [1] aus dem Umfeld der Neonazis der „Freie Kräfte Potsdam.“ Bei dieser Gruppierung ist laut „Antifaschistische Recherche_Potsdam//Umland“, seit kurzem auch der ehemalige Vorsitzende des NPD Stadtverbandes und mittlerweile aus der Partei ausgetretene, Marcel Guse aktiv [2]. Guse gilt als ideologische Führungsfigur der Neonaziszene in der Landeshauptstadt.

[1]
http://apap.blogsport.eu/2011/07/01/chronik-neonazistischer-aktivitaten-in-potsdam-und-umgebung-fur-den-zeitraum-januar-bis-juni-2011/

[2]
http://arpu.blogsport.eu/2011/07/31/vom-deutschlandfahnenschwinger-zum-redner-der-%e2%80%9efreie-krafte-potsdam%e2%80%9c/

Übersicht über Bücher und Zeitschriften online

Montag, September 26th, 2011

In unserem Archiv haben wir eine kleine Auswahl an Büchern und Zeitschriften. Eine Übersicht darüber könnt ihr ab sofort auch online einsehen.

Zu den verschiedenen Themengebieten könnt ihr euch jeden Dienstag ab 18 Uhr Bücher ausleihen oder auch direkt bei uns schmökern. Wenn ihr thematisch passende Bücher habt und nicht mehr benötigt oder der Platz im Bücherregal nicht mehr ausreicht könnt ihr diese gerne bei uns vorbei bringen.

«Heßliches Potsdam» – Neonazipropaganda zum Todestag von Rudolf Heß

Montag, August 22nd, 2011

Wie die Polizei am vergangenen Mittwoch (17.08.) mitteilte, wurden am Dienstag Abend (16.08.) im Potsdamer Ortsteil Fahrland sowie in Waldstadt mehrere Nazi-Schmierereien festgestellt. Dabei handelt es sich um Propagandaaktionen Potsdamer Neonazis bezüglich des Todestag des Naziverbrechers Rudolf Heß, wie sie auch schon in den vergangenen Jahren auszumachen waren (Vgl. siehe unten). Auch dieses Jahr nutzen die Neonazis wieder das gleiche Sprühschablonenmotiv für ihre Aktionen. Dieses tauchte sowohl in Waldstadt als auch in Fahrland auf.

Für die Sprühereien in Fahrland sind sehr wahrscheinlich wieder die Neonazis der «Alternative Jugend Potsdam» (AJP) verantwortlich. Auch wenn diese in den vergangenen Monaten eher zurückhaltend agierten und ihre Internepräsenz vernachlässigten, scheinen sie immer noch vor Ort und auch aktiv zu sein. Wie es mit ihnen weitergeht, ist gerade nicht zu sagen und wird sich mit der Zeit zeigen.

Die Sprühereien und Kreideschriftzüge in Waldstadt können den «Freie Kräfte Potsdam» (FKP) zugerechnet werden.

Sowohl in Fahrland als auch in Waldstadt waren am gestrigen Abend (21.08.) die Sprühereien und Kreidemalereien noch zu finden (siehe Fotos). Das Ordnungsamt, welches bereits am vergangenen Mittwoch Morgen (17.08.) von der Polizei informiert wurde, konnte am heutigen Tag keine Auskunft über die Entfernung bzw. Duldung der Nazipropaganda im Stadtbild geben. Laut Presse vom 16.08. wurde jedoch die von den Neonazis zuvor in «Rudolf-Hess-Straße» umbenannte Brandenburger Straße bereits von den entsprechenden Aufklebern zeitnah gesäubert. Dies wäre auch für die anderen Propagandaaktionen wünschenswert, unabhängig davon ob die jeweilige Nazipropaganda strafbaren Inhalt transportiert oder nicht. Denn darum geht es im Kampf gegen Neonazis und der Ablehnung ihrer menschenfeindlichen Ideologie nicht.




 
 
 
 
Vgl. 2005: http://www.pnn.de/potsdam/82865/
Vgl. 2006: http://ak.antifa.cc/index.php?site=archiv&mode=single&id=88
Vgl. 2007: http://www.pnn.de/potsdam/33511/
Vgl. 2009: http://www.inforiot.de/artikel/leidige-thema-neonazis-potsdam
Vgl. 2011: http://www.internetwache.brandenburg.de/sixcms/detail.php?id=10717892

Öffnungszeitenänderung am 2. August 2011

Mittwoch, Juli 27th, 2011

Am 2. August muss das APAP leider geschlossen bleiben. Die Woche danach sind wir wieder wie gewohnt für euch da.

Neue Chronik neonazistischer Aktivitäten erschienen

Freitag, Juli 1st, 2011

Die aktuelle Chronik neonazistischer Aktivitäten in Potsdam und Umgebung für den Zeitraum Januar bis Juni 2011 kann hier eingesehen werden.