Wiederholte Angriffe und Einschüchterungsversuche gegen alternative Projekte

Glasbruch an einem der Fenster des Hausprojektes "Zeppi25" am 3. August 2014

Glasbruch an einem der Fenster des Hausprojektes „Zeppi25“ am 3. August 2014

Bereits zum zweiten Mal in diesem Monat griffen mutmaßliche Neonazis alternative Projekte in Potsdam an.
In einer Pressemitteilung berichtete das linke Wohnprojekt „Zeppi 25“ über einen Angriff in der Nacht zum 2. August 2014: Unbekannte warfen in den Morgenstunden mit Steinen auf mehrere Scheiben der Häuser in der Zeppelinstraße 25 und 26. Mehrere Scheiben von Zimmern, in denen sich zu diesem Zeitpunkt auch Personen aufhielten, wurden zerstört. Verletzt wurde glücklicherweise niemand.
Nach den Steinwürfen flüchteten die vermummten Angreifer_innen. In der selben Nacht wurden ebenfalls vor dem Haus „White Power“-Parolen aus einem Auto heraus gebrüllt.
Dieser Angriff scheint geplant und koordiniert durchgeführt worden zu sein. Die Steine wurden vor dem Angriff offenbar gereinigt, um Spuren zu vernichten und stammen vermutlich nicht aus der unmitelbaren Umgebung der Zeppelinstraße. Die vier angreifenden Personen waren sportlich und dunkel gekleidet.

In der Nacht zum 23. August 2014 versuchten nun vier Personen, eine Scheiben der alternativen Kneipe „Olga“ in der Charlottenstraße 28 zu zerstören.
Die Personen kamen mit bereits auffällig drohender Haltung in das Lokal und bestellten sich jeweils ein Getränk. Drei der Personen verließen die Olga, einer blieb und ging auf die Toilette. Als dieser zurückkehrte, griff er nach einem Stuhl und warf diesen von Innen gegen eine Scheiben der „Olga“. Im Anschluss vermummte er sich und rannte nach draußen und dann in Richtung Dortustraße. Dort warteten bereits die übrigen drei Personen auf ihn und begrüßten ihn johlend. Gemeinsam zeigten sie Drohgebärden in Richtung der Kneipe bevor sie sich entfernten.
Gäste der „Olga“ wurden bei dem Vorfall nicht verletzt. Auch die Scheiben hielten den geworfenen Stühlen stand.
Am Vormittag des 23. August 2014 wurde außerdem zum wiederholten Male eine Plastiktüte mit einem Pflasterstein an das Tor der Zeppelinstraße 25 gehangen. Unbekannte hinterließen bereits in den vergangenen Jahren Steine als Drohgebärde vor dem Wohnprojekt.

Diese Vorfälle erinnern an die Anschläge im Frühjahr 2013, als Angriffe auf das „Kontext“, das „Archiv“ und die „Olga“ eine Bedrohungslage erzeugten, die so vorher nicht zu verzeichnen war. Am 3. Februar 2013 verübten mutmaßliche Neonazis einen Brandanschlag auf das Archiv. In der selben Nacht zerstörte ein Mann ein Fenster des „Kontext“ in der Hermann-Elflein-Straße. Die Polizei spielte beide Vorfälle herunter und sah trotz verklebter Neonazisticker in der Umgebung kein politisches Motiv für die Taten.
Am frühen Morgen des 10. April 2013 zerstörten zwei Unbekannte eine große Schaufensterscheibe der Szenekneipe „Olga” in der Charlottenstraße. Im Innenraum hinterließen sie einen gefüllten Dieselkanister. Möglicherweise sollte ein Brand gelegt werden.
Regelmäßig wurden und werden Gäste des „Black Fleck“ in der Zeppelinstraße 26 von Personen, meist aus Autos heraus, beleidigt, bedroht oder angegriffen.

Die Chroniken neonazistischer Aktivitäten der letzten Jahre zeigen, dass die Potsdamer Innenstadt, neben der Waldstadt, ein eindeutiger Schwerpunkt von Angriffen, Bedrohungen und Propagandaaktionen ist.

Chronik rechter Aktivitäten im Land Brandenburg 2013 veröffentlicht

op_logoDer Verein Opferperspektive hat in mühevoller Arbeit eine Chronik rechter Aktivitäten im Land Brandenburg für das Jahr 2013 erstellt.

Chronik rechter Aktivitäten im Land Brandenburg 2013 hier einsehen

Dabei wurden bewusst alle rechten Aktivitäten aufgenommen, die bekannt geworden sind. Angefangen vom in den Schnee getretenen Hakenkreuz über Aufkleberaktionen, Nazikundgebungen bis hin zu rassistischen Pöbeleien und körperlichen Angriffen. Das Fazit der Opferperpektive: Rechte Umtriebe sind in Brandenburg nach wie vor tagtägliche Realität.

Neben lokalen Medien bezieht die Chronik Rechercheergebnisse unabhängiger lokaler Antifa- und Dokumentationsgruppen ein. Ebenfalls eingeflossen sind Polizeimeldungen und, sofern keine andere Quelle vorhanden ist, Veröffentlichungen des Verfassungsschutzes und Berichte auf Neonaziseiten.

Auch wenn eine solche Chronologie niemals vollständig sein wird, bildet sie doch die ganze Bandbreite rechter Aktivitäten in vielen Regionen des Landes Brandenburg ab. Die Hoffnung der Opferperspektive ist, dass die Chronik lokalen Bündnissen und Einzelaktivist_innen Anregung für konkrete regionale Analysen und vor allem auch Aktionen vor Ort sein wird.
Die Opferperspektive freut sich ganz besonders, wenn weitere Initiativen zur Dokumentation rechter Ereignisse entstehen! Ergänzungen, Hinweise und Anregungen nehmen die Opferperspektive und wir gerne entgegen.

Für Nachfragen stehen Katrin Meinke und Anne Brügmann vom Team der Opferperspektive zur Verfügung.

Neonazikonzert am 5./6. Juli für den Raum Potsdam angekündigt

Veranstaltungsort für Neonazikonzert bekannt

Die Veranstaltungsorte für die Konzerte der Neonaziband “Fire & Ice” sind bekannt geworden.
Die Konzerte werden laut Bildern in Marquardt statt finden. Veranstaltungsorte sind am 5. Juli 2014 die Kirche in Marquardt und am 6. Juli 2014 das Schloss Marquardt.

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Für den 5. und 6. Juli 2014 bewirbt die neonazistische Band „Fire & Ice“ momentan zwei Konzerte für die Region Berlin und Potsdam. Zusammen mit der Band „Knotwork“ ist die englische Neofolk-Band „Fire & Ice“ gerade auf ihrer gemeinsamen „Fractured Europe Tour“.
Über ihre Facebook-Seite und ihren Blog wird mitgeteilt, dass die Locations, vermutlich um es möglichen Gegenprotesten schwerer zu machen, erst wenige Tage vor den Konzerten per Mail den Teilnehmenden mitgeteilt werden.

Bewerbung der Konzerte über fracturedeurope.tumblr.com/tickets

Bewerbung der Konzerte über fracturedeurope.tumblr.com/tickets

Ian Read, Frontmann der 1991 gegründeten Band „Fire & Ice“, kann zu den Gründungsfiguren des Neofolk gezählt werden und ist begeisterter Anhänger einer neonazistischen Bewegung, die sich für Odinismus, nordische Mythologie, Runen, Heidentum, Magie sowie Esoterik und Okkultismus interessieren. Er wirkte unter anderem bei der neonazistischen Band „Death in June“ mit und sang auf ihrer Veröffentlichung das Horst-Wessel-Lied ein. In Interviews kommt sein kruder Meinungsmix aus Überlegenheitsprojektionen, Verschwörungsideologie und sekundärem Antisemitismus besonders klar zum Tragen. Wie zum Beispiel in der achten Ausgabe des rechten Fanzines „Sigill“, in der es heißt:

„Die Deutschen hatten einen riesigen Komplex, der ihnen, ehrlich gesagt, von einer Nachkriegsgehirnwäsche eingeimpft worden war. […] Ich biete dir folgendes als Stoff zum Nachdenken an: Konzentrationslager sollte wohl KL abgekürzt werden, man führte jedoch KZ ein, weil das Z es viel schrecklicher klingen ließ […]“

Fire and Ice Konzert - Mutmaßlicher Veranstaltungsort  für den 5. Juli 2014

Fire & Ice Konzert – Mutmaßlicher Veranstaltungsort für den 5. Juli 2014

Es bleibt abzuwarten, ob der genaue Veranstaltungsort der geplanten Konzerte noch im Vorfeld an die Öffentlichkeit gelangt. Auf der Facebookseite der Tour veröffentlichte die Band jedoch uneindeutige Bilder über ihre geplanten Veranstaltungsorte. Die Bilder und die zusätzliche Information, dass die Konzerte „[at] a special historical venue“ stattfinden werden, lassen den Schluss zu, dass es sich bei den Veranstaltungsorten um eine Kirche, für das Konzert am 5. Juli, bzw. ein Schloss/Palais, für das Konzert am 6. Juli, handelt. In der Bewerbung der Konzerte weist die Band darauf hin, dass die Karten „auf 100 Stück begrenzt sein [werden], um der Größe des Ortes und der vertraulichen Stimmung zu entsprechen.“

Fire and Ice Konzert - Mutmaßlicher Veranstaltungsort  für den 6. Juli 2014

Fire & Ice Konzert – Mutmaßlicher Veranstaltungsort für den 6. Juli 2014

Klar ist, dass diese Band keine harmlose esoterisch-angehauchte Folk-Musik verbreitet, sondern eindeutige neonazistische, rassistische, antisemitische und andere menschenverachtende ideologische Versatzstücke transportiert. Dem gilt es gegenzuhalten und über Neonazis, die sich als harmlose Musiker_innen inszenieren, aufzuklären.

Die Bewerbung der Band über Facebook: facebook.com/events/539894996127058
weitere Informationen über die Bandprojekte von Ian Read unter en.wikipedia.org/wiki/Ian_Read_(musician)
Die Bilder stammen von der Facebookseite der Tour von „Fire & Ice“

Chronik neonazistischer Aktivitäten in Potsdam und Umgebung 2013 erschienen

Die aktuelle Chronik neonazistischer Aktivitäten in Potsdam und Umgebung für das Jahr 2013 ist veröffentlicht.

Den Datensatz findet ihr auch unter rechtesland.de/potsdam

Rechtesland.de – Die APAP-Chronik auf der Karte

www.rechtesland.de/potsdam – Die APAP-Chroniken auf der Karte

In Kooperation mit dem Antifaschistischen Pressearchiv und Bildungszentrum Berlin (APABIZ) und dem Kartierungsprojekt rechtesland.de haben wir unseren bisherigen Chroniken 2010-2012, die aktuelle Chronik 2013 sowie eine Zusammenstellung von rechten und neonazistischen Aktivitäten von 1992 bis 2005 auf dem Kartenportal eingebarbeitet. In der nächsten Zeit werden wir auch alte Chroniken und Datensätze digitalisieren, damit sie für alle einsehbar sind.
Es zeigt sich, dass das gesamte Stadtgebiet von Neonazis als Aktionsfläche genutzt wird. Überall sind Übergriffe und Propagandaaktivitäten zu verzeichnen.
Die Eintragungen sind natürlich nicht vollständig. Daher benötigen wir Eure Hilfe. Schickt Eure Erkenntnisse über neonazistische Aktionen und Übergriffe an uns.

Zum Projekt rechtesland.de
Der Atlas Rechtes Land will die Orte der extremen Rechten, ihre Verbände, ihre Morde, ihre Überfälle, ihre Termine und aktuelle Vorhaben kartieren, um sie für alle sichtbar zu machen – online, auf eine praktische und handhabbare Weise über eine interaktive Karte im Browser.
Es werden aber auch Widerstand und Engagement verzeichnet. Und nicht zuletzt geht es darum, Orte des Erinnerns an die Nazivergangenheit zu zeigen und die über 100 Jahre alte Geschichte von Faschisten und Rechten im Land zu dokumentieren.
Mehr Informationen unter blog.rechtesland.de/ueber

Antifa United Soliparty – eine neue Runde…

1. Februar 2014 | 19:30 Uhr | Spartacus Potsdam

Das dritte Jahr in Folge erwartet euch am 01. Februar eine besondere Veranstaltung im Spartacus. Das Antifaschistische Pressearchiv Potsdam (APAP) wird wie gewohnt seine alljährliche Chronik neonazistischer Aktivitäten 2013 veröffentlichen und außerdem wird es dieses Mal einen kleinen Einblick in die Arbeit des Verfassungsschutzes in und um Potsdam aus dem Umfeld der Betroffenen geben.

In diesem Jahr sind zwar weniger neonazistische Aktivitäten zu verzeichnen gewesen, dennoch sind Neonazis in Einzelaktionen in Erscheinung getreten. Rund um die Bundestagswahl gab es außerdem Wahlkampfstände von einschlägigen Parteien wie NPD und Pro Deutschland. Der Kampf gegen neonazistisches Gedankengut darf also keinesfalls an Stärke verlieren. Es muss weiterhin für eine breite antifaschistische Gegenkultur eingetreten werden!

Und während vor den Türen von Potsdam NSU-Unterstützer_innen ihr Unwesen treiben und NSU-Morde mysteriöser Weise unentdeckt bleiben, überwacht der Brandenburger Verfassungsschutz zu welchen Hits auf linken Partys in Potsdam getanzt wird. Diese und andere Skandale des Verfassungsschutzes werden im zweiten Vortrag thematisiert.

 Um auch dieses Jahr weiter arbeiten zu können, erhoffen wir uns durch die anschließende Soliparty das nötige Kleingeld zusammen zu bekommen.

Ab 22.00 Uhr erwartet euch unsere bunte Antifa Kirmes mit Spiel, Spaß, Spannung und einer ganz besonderen Mitternachts-Überraschung!

Selbstverständlich darf danach zur Musik unserer Lieblings-Antifa-DJs getanzt werden.

 Wir freuen uns auf euch!

 Antifa United – Never divided

„Hinter den Kulissen“ – Antifaschistische Recherche-Zeitschrift für Brandenburg erschienen

Die "Hinter den Kulissen" 2013

Die „Hinter den Kulissen“ 2013

Auf unserer Seite könt ihn nun auch die im letzten Jahr erschienene Ausgabe der Zeitschrift „Hinter den Kulissen“ einsehen. Außerdem sind alle bisherigen Ausgaben seit 1994 hier herunterzuladen.

„Hinter den Kulissen“ – Antifaschistische Recherche-Zeitschrift für Brandenburg

Hinter den Kulissen – Nr. 1 – 1994
Hinter den Kulissen – Nr. 2 – 1999
Hinter den Kulissen – Nr. 3 – 2013

 

 

„Der Blick „Hinter die Kulissen“ macht uns bewusst, wie Neonazis und ihre Strukturen funktionieren und ist Grundlage antifaschistischer Intervention.“

Die „Hinter Den Kulissen“ soll dabei als Grundlage für alle Menschen dienlich sein, die sich in Brandenburg und darüber hinaus aktiv gegen Neonazis und rechtes Denken einsetzen. Insbesondere im Hinblick auf die kommenden Wahlen im Jahr 2014 bietet die Zeitschrift Rechercheergebnisse über zentrale Akteur_innen märkischer Neonazistrukturen. Die Analyse rechter Aktions-, Ausdrucks- und Agitationsformen bieten eine Unterstützung für die Arbeit gegen Neonazis.

Todesopfer rechter Gewalt in Brandenburg

www.todesopfer-rechter-gewalt-in-brandenburg.de

Karte der Opferperspektive "Todesopfer rechter Gewalt in Brandenburg"

Karte der Opferperspektive „Todesopfer rechter Gewalt in Brandenburg“

Mit der neuen Webseite will die Opferperspektive einen Beitrag zur Aufarbeitung rechter Gewalt im Nachwende-Deutschland leisten. Wir sind davon überzeugt, dass die Anerkennung des Ausmaßes und das Gedenken an die Opfer wesentliche Voraussetzungen dafür sind, neonazistischem Gedankengut entgegenzuwirken.

Seit 1990 kamen in der Bundesrepublik mindestens 152 Menschen durch rechte Gewalt zu Tode. Sie wurden aus rassistischen Motiven erschossen, erschlagen, ihre Häuser angezündet, Wohnungslose wurden als „lebensunwert“ erachtet zu Tode qequält, Punks und antifaschistische Jugendliche als politische GegnerInnen ins Koma getreten. Die Zahl der Verletzten geht in die Tausende. Viele von ihnen haben lebenslange Schädigungen davon getragen.

2013 wurden im Zusammenhang mit dem Ermittlungsdesaster bei den NSU-Morden 3300 Tötungen und Tötungsversuche aus den Jahren 1990 bis 2011 von Behörden untersucht. In 746 Fällen aus dieser Zeit wurden Anhaltspunkte für eine politische rechte Tatmotivation gefunden.

Brandenburg war lange Zeit das Bundesland, in dem die meisten rechten Gewalttaten gezählt wurden. Es ist auch das Bundesland, in dem die meisten Todesopfer rechter Gewalt zu beklagen sind. Auf dieser Webseite werden die 28 Todesopfer rechter Gewalt und vier Fälle aus Brandenburg, bei denen der Verdacht besteht, dass es sich um eine politisch rechts motivierte Taten handelt dokumentiert. Die tatsächliche Anzahl rechter und rassistischer Tötungen ist nicht bekannt. Sie muss in diesem Deliktfeld als deutlich höher vermutet werden. Neben den Tathergängen und Gedenkorten wird auch die Debatte über die Anerkennung rechter Tatmotive durch Politik, Polizei und Justiz dargestellt.

Veranstaltung: „Neonazis in Potsdam“ beim EJKP-Tresen

03. Mai 2013 | 20 Uhr | Olga

Potsdams Neonaziszene hat sich in den letzten Jahren weiter-entwickelt und gefestigt. Von der Stadt wurde dies lange Zeit ignoriert oder verharmlost, trotz Warnungen von Antifagruppen. In dieser Input-Veranstaltung soll es genau darum gehen. WAS hat sich WIE und WO verändert und WER sind eigentlich diese “Freie Kräfte Potsdam”? Mit Blick auf die Akteure und deren Aktivitäten und Aktionsformen wird es eine aktuelle Einschätzung der hiesigen Szene geben. Es gibt die unterschiedlichsten Fragen und wir wollen versuchen, möglichst viele davon zu beantworten.

Referent_in vom Antifaschistischen Pressearchiv Potsdam; Veranstaltung des Emanzipatorischen Jugendkollektivs Potsdam

Neues umfangreiches Recherche-Magazin erschienen – „Fight Back #5“

Nun gibt es sie auch online und kann hier heruntergeladen werden. Die Fight Back portraitiert seit 2001 die Neonaziszene und rechte Aktivitäten und Entwicklungen – zu Beginn nur in Form einiger Spotlights aus Berlin, gibt die mittlerweile fünfte Ausgabe auf über hundert Seiten, mit über 850 Namen und über 700 Fotos einen guten Überblick über die Region Berlin-Brandenburg. Neben Bezirks- und Regionalberichten wird auf einzelne Gruppierungen, Aktions- und Themenschwerpunkte detailierter eingegangen. Darüberhinaus werden notorische, wie auch unbekanntere Lokalitäten und Personen der Szene vorgestellt – letztere erstmalig in einem übersichtlichen Personenlexikon.

In einem Redaktionstext stellt sich das Projekt einem Rückblick und reißt ein paar Fragen an: Was hat die Fight Back in den letzten Jahren erreicht? Trägt Recherchearbeit tatsächlich dazu bei, den Neonazismus real einzuschränken? Wurden die Erkenntnisse konsequent in die Praxis umgesetzt? Was sind aktuelle Fragen und Probleme linksradikaler antifaschistischer Praxis – nicht nur in Berlin und Brandenburg…

Für uns ist konsequenter Antifaschismus nicht mehr und nicht weniger als eine selbstverständliche Voraussetzung linker und linksradikaler Politik, unabhängig von der eigenen sonstigen politischen Schwerpunktsetzung. In einer Situation, in der Neonazis – nicht nur in Berlin – wieder dazu übergehen, linke und migrantische Strukturen und Personen anzugreifen, ist es wichtig, solidarisch und wachsam zu sein, den Schutz vor Attacken auszubauen, aber auch präventiv gegen Neonazis vorzugehen!Recherche-Arbeit ist für uns ein notwendiger Baustein bei der Verfolgung eines klaren Ziels: Den größtmöglichen Druck auf die Neonaziszene und auf jeden Einzelnen von ihnen auszuüben. Der Name dieses Projekts ist schon immer wörtlich gemeint.

Die neue Ausgabe könnt ihr hier herunterladen: Fight Back #5

Alle bisherigen Ausgaben, sowie weitere Recherche-Broschüren und -Artikel findet ihr bei unseren Publikationen

Mehr über die Fight Back könnt ihr auf der Website antifa-berlin.info finden.



Hinweis

Zurzeit ist auf Grund von größeren Umbaumaßnahmen ein Zugang zum Archiv nur eingeschränkt möglich.
Wenn ihr konkrete Sachverhalte oder Dinge sucht, dann schickt uns bitte im vorraus eine E-Mail, damit wir die betreffenden Ordner, Unterlagen, etc. bereitstellen können.


Das Antifaschistische Pressearchiv Potsdam hat jeden Dienstag ab 18 Uhr geöffnet. Hier, in der Zeppelinstraße 25, kann sich über die Potsdamer Neonaziszene informiert, aber auch die Arbeit des APAP aktiv unterstützt werden. Indem ihr uns zum Beispiel Informationen über Neonazipropaganda zu kommen lasst, können wir Chroniken und Pressemitteilungen erstellen und somit die Öffentlichkeit informieren und sensibilisieren.

Nächste Termine

keine Termine

Todesopfer rechter Gewalt in Brandenburg

Karte der Opferperspektive "Todesopfer rechter Gewalt in Brandenburg"

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