«Heßliches Potsdam» – Neonazipropaganda zum Todestag von Rudolf Heß

Wie die Polizei am vergangenen Mittwoch (17.08.) mitteilte, wurden am Dienstag Abend (16.08.) im Potsdamer Ortsteil Fahrland sowie in Waldstadt mehrere Nazi-Schmierereien festgestellt. Dabei handelt es sich um Propagandaaktionen Potsdamer Neonazis bezüglich des Todestag des Naziverbrechers Rudolf Heß, wie sie auch schon in den vergangenen Jahren auszumachen waren (Vgl. siehe unten). Auch dieses Jahr nutzen die Neonazis wieder das gleiche Sprühschablonenmotiv für ihre Aktionen. Dieses tauchte sowohl in Waldstadt als auch in Fahrland auf.

Für die Sprühereien in Fahrland sind sehr wahrscheinlich wieder die Neonazis der «Alternative Jugend Potsdam» (AJP) verantwortlich. Auch wenn diese in den vergangenen Monaten eher zurückhaltend agierten und ihre Internepräsenz vernachlässigten, scheinen sie immer noch vor Ort und auch aktiv zu sein. Wie es mit ihnen weitergeht, ist gerade nicht zu sagen und wird sich mit der Zeit zeigen.

Die Sprühereien und Kreideschriftzüge in Waldstadt können den «Freie Kräfte Potsdam» (FKP) zugerechnet werden.

Sowohl in Fahrland als auch in Waldstadt waren am gestrigen Abend (21.08.) die Sprühereien und Kreidemalereien noch zu finden (siehe Fotos). Das Ordnungsamt, welches bereits am vergangenen Mittwoch Morgen (17.08.) von der Polizei informiert wurde, konnte am heutigen Tag keine Auskunft über die Entfernung bzw. Duldung der Nazipropaganda im Stadtbild geben. Laut Presse vom 16.08. wurde jedoch die von den Neonazis zuvor in «Rudolf-Hess-Straße» umbenannte Brandenburger Straße bereits von den entsprechenden Aufklebern zeitnah gesäubert. Dies wäre auch für die anderen Propagandaaktionen wünschenswert, unabhängig davon ob die jeweilige Nazipropaganda strafbaren Inhalt transportiert oder nicht. Denn darum geht es im Kampf gegen Neonazis und der Ablehnung ihrer menschenfeindlichen Ideologie nicht.




 
 
 
 
Vgl. 2005: http://www.pnn.de/potsdam/82865/
Vgl. 2006: http://ak.antifa.cc/index.php?site=archiv&mode=single&id=88
Vgl. 2007: http://www.pnn.de/potsdam/33511/
Vgl. 2009: http://www.inforiot.de/artikel/leidige-thema-neonazis-potsdam
Vgl. 2011: http://www.internetwache.brandenburg.de/sixcms/detail.php?id=10717892

Öffnungszeitenänderung am 2. August 2011

Am 2. August muss das APAP leider geschlossen bleiben. Die Woche danach sind wir wieder wie gewohnt für euch da.

Neue Chronik neonazistischer Aktivitäten erschienen

Die aktuelle Chronik neonazistischer Aktivitäten in Potsdam und Umgebung für den Zeitraum Januar bis Juni 2011 kann hier eingesehen werden.

Infoveranstaltung zum Neonaziaufmarsch am 8. Mai in Demmin

Freitag_06.05.2011_19:00_Infoladen_Zeppelinstr. 25

Diesen Freitag lädt das Antifaschistische Pressearchiv Potsdam zum Infoabend in den Infoladen.
Ihr seid herzlich eingeladen um euch über den anstehenden Neonaziaufmarsch in Mecklenburg-Vorpommern zu informieren. Bereits seit mehreren Jahren führen Neonazis in der Hansestadt Demmin einen soganannten „Trauermarsch“ durch. Dabei wird im Fackelschein und mit ordentlich Pathos den vermeintlichen „Opfern“ des deutschen Volkes in Demmin gedacht. Denn hier ging am Ende des II. Weltkrieges die „Volksgemeinschaft“ kollektiv sowie wörtlich baden. Dieses unglaublich tragische Szenario – viele Einwohner_innen Demmins ertränkten sich gegenseitig bzw. selbst in der Peene – bildet die Grundlage des heutigen Opfermythos der regionalen Neonaziszene. In den letzten 4 Jahren stieg die Zahl der Teilnehmenden Nazis von 40 auf ca. 250 an und somit auch die Bedeutung des Aufmarschs in der Klein- bzw- Kreisstadt des gleichnamigen Landkreises. Antifaschist_innen mobilisieren moment gegen dieses Nazispektakel.
Aktuelle Infos bekommt ihr unter: http://demminnazifrei.blogsport.de/ oder diesen Freitag Abend im Infoladen.

Öffnungszeitenänderung am 19. April 2011

Am 19. April kann das APAP leider nur bis 18 Uhr geöffnet bleiben. Wir öffnen jedoch schon um 17 Uhr die Türen für euch.

Infoveranstaltung zur Antifa-Demo in Burg – 22. März 2011

Am 22. März 2011 wird im APAP eine Informations- und Mobiveranstaltung stattfinden. Ein_e Genosse_in aus Burg wird uns über die dortigen Nazistrukturen aufklären. Außerdem wird es einen Überblick über die vergangenen Repressionsfälle gegen Burger Aktivist_innen geben.

Kommt am 26. März 2011 nach Burg und unterstützt die dortige Antifa-Szene!

Öffnungszeitenänderung am 8. März 2011

Am 8. März muss das APAP leider geschlossen bleiben, da wir die Frauentagsdemo der „Antisexistischen Aktion Potsdam“ (ASAP) unterstützen. Nächste Woche, am 15. März wird unser Archiv wie üblich für euch geöffnet sein.

Kommt zur Demo, Fight Sexism !



Hinweis

Im Antifaschistischen Pressearchiv Potsdam kann sich über die Potsdamer Neonaziszene informiert, aber auch die Arbeit des APAP aktiv unterstützt werden. Indem ihr uns zum Beispiel Informationen über Neonazipropaganda zu kommen lasst, können wir Chroniken erstellen und somit die Öffentlichkeit informieren und sensibilisieren.
Wenn ihr konkrete Sachverhalte oder Dinge sucht, dann schickt uns bitte im vorraus eine E-Mail, damit wir die betreffenden Ordner, Unterlagen, etc. bereitstellen können. Zur Zeit haben wir nicht regelmßig geöffnet. Ihr könnt aber, nach Anmeldung, trotzdem gerne vorbeischauen und in unserer Sammlung recherchieren und stöbern.

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Todesopfer rechter Gewalt in Brandenburg

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